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Lehreinrichtungen
Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
Lehrstuhl für Lasertechnik LLT
Lehrstuhl für Technologie Optischer Systeme TOS
Lehr- und Forschungsgebiet Laserphysik LLP
Lehr- und Forschungsgebiet für Nichtlineare Dynamik der Laser-Fertigungsverfahren NLD
Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
ILT - dieses Kürzel steht seit 20 Jahren für gebündeltes Know-how im Bereich
Lasertechnik. Innovative Lösungen von Fertigungs- und Produktionsaufgaben,
Entwicklung neuer technischer Komponenten, kompetente Beratung und
Ausbildung, hochspezialisiertes Personal, neuester Stand der Technik sowie
internationale Referenzen: dies sind die Garanten für langfristige Partnerschaften.
Die zahlreichen Kunden des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT stammen
aus Branchen wie dem Automobil- und Maschinenbau, der Chemie und der
Elektrotechnik, dem Stahlbau, der Feinmechanik und der Optik.
Mit über 240 Mitarbeitern und 10.000 m2 Nutzfläche zählt das Fraunhofer-Institut
für Lasertechnik ILT weltweit zu den bedeutendsten Auftragsforschungs- und
Entwicklungsinstituten seines Fachgebietes. Die vier Geschäftsfelder des Fraunhofer
ILT decken ein weites, vertikal integriertes Themenspektrum ab. Im Geschäftsfeld
»Laserstrahlquellen und Plasmasysteme« konzentrieren sich die Entwicklungsaktivitäten
auf innovative Dioden- und Festkörperlaser für den industriellen Einsatz
sowie auf kompakte EUV-Strahlquellen für die Lithographie in der Halbleiterproduktion.
Das Geschäftsfeld »Laserfertigungsverfahren« löst Aufgabenstellungen
zum Schneiden, Abtragen, Bohren, Schweißen, Löten sowie zur Oberflächenbearbeitung
und Mikrofertigung. Das Anwendungsspektrum reicht von der Makrobearbeitung
über die Nanostrukturierung bis hin zur Biophotonik. Im Geschäftsfeld
»Laseranlagen und Systemtechnik« werden Prototypanlagen entwickelt,
konstruiert und vor Ort installiert. Prozessüberwachung und -regelung sind
ebenso Bestandteil der Aktivitäten wie Steuerungen und Systemkomponenten.
Im Geschäftsfeld »Lasermess- und Prüftechnik« werden Verfahren und Systeme
zur Oberflächeninspektion, zur Stoffanalyse, zur Prüfung der Maßhaltigkeit und
Geometrie von Bauteilen sowie zur Analyse statischer und dynamischer Verformungen
entwickelt.
Unter einem Dach bietet das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik Forschung
und Entwicklung, Systemaufbau und Qualitätssicherung, Beratung und
Ausbildung. Zur Bearbeitung der Forschungs- und Entwicklungsaufträge stehen
industrielle Lasersysteme verschiedener Hersteller sowie eine umfangreiche
Infrastruktur zur Verfügung.
Im Anwenderzentrum des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik arbeiten Gastfirmen
in eigenen, abgetrennten Labors und Büroräumen. Grundlage für diese spezielle
Form des Technologietransfers ist ein langfristiger Kooperationsvertrag mit
dem Institut im Bereich der Forschung und Entwicklung. Der Mehrwert liegt in
der Nutzung der technischen Infrastruktur und dem Informationsaustausch mit
ILT-Experten. Rund 10 Firmen nutzen die Vorteile des Anwenderzentrums. Neben
Tochterfirmen führender Laserhersteller und innovativer Laseranwender finden
hier Neugründer aus dem Bereich des Sonderanlagenbaus, der Laserfertigungstechnik
und der Lasermesstechnik ein geeignetes Umfeld zur industriellen
Umsetzung ihrer Ideen.
http://www.ilt.fraunhofer.de
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Lehrstuhl für Lasertechnik LLT
Der Lehrstuhl für Lasertechnik wurde 1985 an der Fakultät für Maschinenwesen
der RWTH Aachen eingerichtet. Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung
für Mikrotechnik, Oberflächentechnik, Dünnschichttechnik, integrierte
Optik, Röntgentechnik, Werkstoffentwicklung und -untersuchung, Prozessüberwachung
und Qualitätssicherung sind Schwerpunkte der Arbeit am Lehrstuhl
für Lasertechnik. Europäische bzw. öffentlich geförderte Projekte, sowie industrienahe
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Entwicklung von Laserstrahlquellen
und zur Materialbearbeitung mit Laserstrahlung werden durchgeführt.
Mikrostrukturierung durch Abtragen und Modifizieren
Laserstrahlquellen mit Plusdauern von 10-13 bis 10-3 Sekunden werden zum
Abtragen und Modifizieren von Materialien eingesetzt. Die Bearbeitung von
Metallen, Halbleitern und Isolatoren mit Pulsenergien oberhalb der Material-
Abtragschwelle führt zu Mikrostrukturen durch lokales Aufschmelzen und Verdampfen
(Abtragen). Beispielsweise werden Bohrungen in Metallen für die
Energie- und Luftfahrttechnik effizient und reproduzierbar durch Schmelzabtragen
hergestellt und Keramiken durch Verdampfungsabtragen präzise strukturiert.
Die Bearbeitung von Glas mit Pulsenergien unterhalb der spezifischen Material-
Abtragschwelle führt zu Mikrostrukturen durch Brechungsindexänderungen
sowie Farbzentren- und Rissbildung.
Dünnschichttechnik und integrierte Optik
Durch Pulsed Laser Deposition werden dünne Schichten für Verschleißschutz,
Elektronik, integrierte Optik und Medizintechnik hergestellt. Vorteil der Beschichtung
mit Laserstrahlung ist die Möglichkeit komplexe mehrkomponentige
Materialien als Schicht mit kontrollierbarer Schichtstruktur herstellen zu können,
wobei insbesondere die Einstellbarkeit der Teilchenenergien im abgetragenen
Material ausgenutzt wird. Für Anwendungen in der integrierten Optik werden
dielektrische Schichtsysteme hergestellt, welche funktionale Materialien wie
Ferroelektrika, elektro-optische Medien oder Lasermedien beinhalten. Die Schichtsysteme
werden nachfolgend mit femtosekunden und pikosekunden gepulster
Laserstrahlung abgetragen oder im Brechungsindex derart modifiziert, dass wellenleitende
laseraktive und elektro-optisch aktive Strukturen beispielsweise als
Grundlage für kompakte Wellenleiterlaser resultieren.
Oberflächentechnik und Oberflächenanalyse
Beim Laserstrahl-Auftragschweißen wird ein pulverförmiger Zusatzwerkstoff mit
dem Laserstrahl aufgeschmolzen und schmelzmetallurgisch mit dem Grundwerkstoff
verbunden. Die wichtigsten Anwendungsgebiete umfassen den Maschinen-,
Werkzeug-, Triebwerks- und Motorenbau. Das Laserstrahl-Auftragschweißen
kann für verschiedene Aufgabenstellungen, wie Verschleiß- und Korrosionsschutz,
Instandsetzen verschlissener oder fehlbearbeiteter Werkstücke, formgebendes
Auftragschweißen und Herstellen von 3D-Bauteilen eingesetzt werden.
Die chemischen, physikalischen und strukturellen Eigenschaften der Oberflächen
von Bauteilen, Werkstoffen und Schichten werden mit umfassenden Charakterisierungsverfahren
wie beispielsweise optischer und elektronischer Mikroskopie
und Spektroskopie untersucht.
http://www.llt.rwth-aachen.de
Kontakt
Prof. Dr. Reinhart Poprawe M. A.
Telefon: +49 (0)241/8906-109
Fax: +49 (0)241/8906-121
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Lehrstuhl für Technologie Optischer Systeme TOS
Der Lehrstuhl für Technologie Optischer Systeme wurde 2004 im Fachbereich
Maschinenbau der RWTH Aachen neu eingerichtet. Er ist in den Räumlichkeiten
des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT untergebracht und arbeitet in enger
Kooperation und Abstimmung mit dem ILT. Der Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Peter
Loosen ist in Personalunion stellvertretender Institutsleiter des ILT. Der Lehrstuhl
betreibt Forschung und Entwicklung in den nachfolgend genannten Gebieten.
Optische Systeme für Laseranlagen
Anspruchsvolle optische Systeme sind in vielen Fällen entscheidende Komponenten,
um die Leistungsfähigkeit des Lasers in Produktionsvorteile umsetzen
zu können. Dies betrifft beispielsweise hochkorrigierte Fokussiersysteme für
hohe Laserleistungen, Einrichtungen zur Strahlhomogenisierung oder innovative
Systeme zur Strahlumformung.
Optische Systeme in Laserstrahlquellen
Optische Elemente und Systeme finden sich an zentraler Stelle in Lasern und die
Eigenschaften der Systeme bestimmen weitgehend die Leistungsfähigkeit des
Lasers. Beispiele sind Koppeloptiken und Homogenisatoren für das Pumplicht in
diodengepumpten Festkörperlasern und Faserlasern oder Wellenleiterstrukturen
zur Frequenzkonversion.
Hochleistung-Diodenlaser und -systeme
Hochleistungs-Diodenlaser sind Kernkomponenten in modernen optischen
Systemen für die Fertigung, die Informations- und Kommunikationstechnik und
die Lebenswissenschaften. Die Vorteile dieser modernen Komponenten wie hoher
Wirkungsgrad und Kompaktheit können nur genutzt werden, wenn die Laser
mit hochentwickelte mikro- und makroooptischen Komponenten zu Systemen
kombiniert werden. Untersucht werden die Komponenten selbst, die Systeme
und die Techniken zur Montage der optischen Komponenten.
http://www.tos.rwth-aachen.de
Kontakt
Prof. Dr. Peter Loosen
Telefon: + 49 (0)241/8906-162
Fax: +49 (0)241/8906-121
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Lehr- und Forschungsgebiet Laserphysik
Das Lehr- und Forschungsgebiet Laserphysik wurde 1994 am Institut für Theoretische
Physik der RWTH Aachen eingerichtet. Mit theoretischen und numerischen
Methoden werden Grundlagen der Laser- und Plasmaphysik untersucht. Ein
Schwerpunkt der aktuellen Forschung ist die Wechselwirkung von Hochleistungslasern
mit Materie bei Laserintensitäten zwischen 1010 und mehr als 1020 W/cm2.
In Forschung und Lehre besteht eine enge Anbindung an das Fraunhofer-Institut
für Lasertechnik ILT.
Atomphysik in starken Feldern
Fortschritte in der Erzeugung ultrakurzer Laserpulse erlauben es, mit Licht elektrische
Feldstärken zu erzeugen, die die atomare Feldstärke kurzzeitig erreichen
und überschreiten. Atome in starken Laserfeldern zeigen neuartige Eigenschaften
wie z. B. die »Above Threshold Ionisation« (ATI). Bei der Ionisation von Atomen
weisen die Photoelektronen im Kontinuum oberhalb der Ionisationsschwelle ein
ausgedehntes Energiespektrum auf, das aus vielen Photonenordnungen bestehen
kann und mit der Intensität des Lichtes skaliert. Im Rahmen der Quantenmechanik
handelt es sich um Multiphotonenprozesse hoher Ordnung. Auf der Grundlage
der zeitabhängigen Schrödingergleichung untersuchen wir Ionisation, Rekombination
und Streuung in starken Feldern. Von besonderem Interesse ist die
Erzeugung schneller Elektronen, die in Plasmen zur Auslösung sekundärer Prozesse
wie z. B. der Innerschalenionisation und der Röntgenemission führen können.
Nanoplasmen
Bei der Wechselwirkung von Atomclustern mit intensiven Laserpulsen werden die
Atome innerhalb weniger Lichtperioden ionisiert. Das Modell eines Nanoplasmas
erweist sich als hilfreich, um die Eigenschaften solcher Cluster zu beschreiben.
Im Rahmen von Teilchensimulationen werden in unserer Gruppe die Absorption
des Laserlichtes, die resultierenden Energieverteilungen der Elektronen und Ionen,
sowie die Ionisations- und Rekombinationsdynamik untersucht.
Absorptionsmechanismen sind z. B. die inverse Bremsstrahlungsabsorption durch
Elektron-Ion-Stöße, die Resonanzabsorption durch die Anregung von Plasmaschwingungen
und die Absorption durch äußere Ionisation, bei der die aus dem
Clustervolumen austretenden Elektronen durch das Laserfeld beschleunigt werden.
Die spezifische Wechselwirkung von Atomclustern mit intensiver Laserstrahlung
bietet neuartige Möglichkeiten zur Erzeugung energiereicher Licht- und Teilchenstrahlung.
Relativistische Plasmen und Teilchenstrahlen
Oberhalb einer Intensität von etwa 1018 W/cm2 werden die Elektronen im Laserfeld
relativistisch. Der Laserstrahl wird in einem relativistischen Plasma selbstfokussiert.
In engen Plasmakanälen treten hohe Elektronenstöme und starke quasistatische
Magnetfelder auf.
Von besonderem Interesse sind Fragen der Strahlausbreitung, der Elektronenund
Ionenbeschleunigung und des Energietransports in relativistischen Plasmen.
Die Untersuchungen basieren auf Plasmasimulationen im Rahmen der Particlein-
Cell Methode. Eine wichtige Anwendung ist das Konzept der schnellen
Zündung in der Kernfusionsforschung. In unserer Gruppe wurde das Energiespektrum
der beschleunigten Elektronen mit Testteilchensimulationen berechnet
und die Emission von gebündelter Röntgenstrahlung in Kanalrichtung theoretisch
vorhergesagt. Dieser Effekt wurde inzwischen experimentell bestätigt.
http://llp.ilt.fhg.de
Kontakt
Prof. Dr. Hans-Jörg Kull
Telefon: +49 (0)241/8906-182
Fax: +49 (0)241/8906-121
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Lehr- und Forschungsgebiet für Nichtlineare Dynamik der Laser-Fertigungsverfahren NLD
Das 2005 gegründete Lehr- und Forschungsgebiet
für Nichtlineare Dynamik
der Laser-Fertigungsverfahren NLD
ergänzt die systemorientierten FuETätigkeiten
der beiden Lehrstühle LLT
und TOS.
Ziel der nichtlinearen Dynamik ist es,
technische Systeme mit mathematischphysikalischen
und experimentellen
Methoden zu untersuchen und diese
Ergebnisse für die industrielle Fertigung
und die Lehre anwendbar zu machen.
Durch Lösung kontinuumphysikalischer
Begrenzungsgleichungen können
beispielsweise Strömungen in Prozessgasen
und Schmelzen mit Grenzschichtcharakter
analysiert werden.
Auch die Diagnose von Wärmestrahlung
beim Schweißen wird erst durch Simulation
und Modellierung ermöglicht.
Der Einsatz mathematischer Modelle
erlaubt nicht nur das Verständnis
dynamischer Prozesse, sondern führt
vielmehr zu neuen Konzepten der Verfahrensführung.
Die enge Kooperation
mit dem Fraunhofer ILT erlaubt die
direkte Umsetzung der gewonnenen
Erkenntnisse in Aufgabenstellungen
der industriellen Lasermaterialbearbeitung.
So werden beispielsweise online
Überwachungssysteme systematisch
ausgebaut und an den Bedarf der
Praxis angepasst.
http://www.nld.rwth-aachen.de
Kontakt
Univ.-Prof. Dr. habil. Wolfgang Schulz
Telefon: + 49 (0)241/8906-204
Fax: +49 (0)241/8906-121
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