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Aachener Kolloquium für Lasertechnik 2004 vom 28. bis 30. April 2004 im Eurogress Aachen

Ob zum Fügen von Karosseriebauteilen, zum Perforieren von Airbag-Abdeckungen, zum Aussortieren recyclefähiger Bauteile, zur Fertigung von metallischem Zahnersatz, zum Randschichthärten von Umformwerkzeugen, zum Instandsetzen von Flugtriebwerkskomponenten oder zum Reinigen von Bremsbelägen, Laser sind als Fertigungswerkzeug und Messinstrument in der modernen Produktion nicht mehr wegzudenken. Um sich über aktuelle Anwen-dungen und innovative Trends der Lasertechnik auszutauschen, trifft sich zum 5. Mal die deutsch-sprachige Laser-Gemeinschaft beim Aachener Kolloquium für Lasertechnik AKL´04, das vom 28. bis 30. April 2004 im Eurogress Aachen stattfindet.

Der Veranstalter, das Aachener Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT, erwartet über 400 Teilnehmer aus der produzierenden Industrie sowie aus Forschung und Entwicklung. Laserhersteller und Anwender nutzen das zentrale Forum für den Informations- und Erfahrungsaustausch. In über 40 Fachvorträgen, über 60 Live-Präsentationen neuester technologischer Entwicklungen und ca. 30 Ausstellungsständen werden der Stand der Lasertechnik und deren Perspektiven praxisorientiert illustriert.

Die ideelle Trägerschaft des AKL´04 übernehmen wiederum der Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA), das VDI-Technologiezentrum, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagebau e. V. (VDMA) und der Deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. (SPECTARIS). Letzterer wird pünktlich zum AKL´04 die zweite erweiterte Auflage des »OptoIndex« für die Optischen Technologien herausgeben. Das »Who is Who« der deutschen Photonik-Industrie sorgt für Markttransparenz und bringt Kunden und Lieferanten zusammen. Im Register des OptoIndex finden sich aktualisierte Adressen von ca. 700 Firmen und Institutionen der Branche.

Im Jahr 2003 erreichte der Weltmarkt für Lasersysteme zur Materialbearbeitung ein Volumen von 3,65 Milliarden Euro. Die langfristigen Wachstums-perspektiven des Lasermarktes sind ausgezeichnet. Das Marktforschungsunternehmen Optech Consulting aus dem schweizerischen Tägerwilen erwartet bei gegebenen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bereits im Jahr 2010 die Überschreitung der 10 Milliarden-Euro-Grenze. Dies wäre eine durch-schnittliche jährliche Zuwachsrate von ungefähr 13% für den Zeitraum 2004 bis 2010. Die hohe Wachstumsprognose ist größtenteils auf eine erhöhte Marktdurchdringung und neue innovative Anwendungen zurückzuführen. Bisher sind weniger als 50% der Anwendungspotenziale der Lasertechnik ausgeschöpft. Ein Beispiel ist das Laserschweißen im Automobilkarosseriebau, wo die Marktdurchdringung noch bevorsteht. Insgesamt wird von den diodengepumpten Festkörperlasern das größte Wachstum erwartet.

Die Marktentwicklungen und Trends werden ausführlich auf dem Laser-Business-Tag am 28. April im Hotel Dorint Quellenhof vorgestellt. Mit diesem eigenständigen Teilprogramm startet das dreiteilige AKL´04. Auf dem Laser-Business-Tag haben investierende Unternehmer und Unternehmensgründer Gelegenheit, mit erfahrenen Dienstleistern aus Finanzwesen, Beratung, Technologiemarketing und Patentwesen Kontakt aufzunehmen und in Einzelgesprächen oder Fokusseminaren Finanzierungs-möglichkeiten, Strategien und Trends zu erörtern. Die technische Tagung findet im Kongresszentrum Eurogress am 29. und 30. April statt. Laser-Experten aus Industrie und Wirtschaft präsentieren in Fachvorträgen die neuesten technologischen Entwicklungen und deren Einführung in die industrielle Praxis. Dipl.-Ing. Norbert Thiel, Vorstand der JENOPTIK AG, wird die technische Konferenz mit einem Vortrag zu den »Herausforderungen und Chancen der deutschen optischen Industrie im internationalen Wettbewerb« eröffnen. Die konferenzbegleitende Ausstellung hat sich als Kommunikationsort für die Teilnehmer bewährt und wird auch in diesem Jahr mit über 30 Ausstellern ab dem 28. April ein ideales Umfeld für den fachlichen Informationsaustausch bieten. Den Abschluss bilden am 30. April ab 14:30 Uhr Live-Vorführungen zu neuesten Systemen und Verfahren in den Applikationslabors und dem Anwenderzentrum des Fraunhofer ILT.

Als Novum begleitet das AKL in diesem Jahr die vom BMBF geförderte und vom VDI-Technologiezentrum pädagogisch aufbereitete Wanderausstellung »FaszinationLicht«. Unter aktiver Beteiligung des Fraunhofer ILT, der Verbände VDI-TZ und SPECTARIS sowie des Energieunternehmens STAWAG erhalten Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren einen Einblick in die faszinierende Welt des Lichts in Kunst und Technik. Das Ludwig Forum für Internationale Kunst hat für die technische Wanderausstellung nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung sondern zusätzlich ein museumspädagogisches Programm für Schüler zum Thema »Licht in der Kunst« auf die Beine gestellt. Die Organisatoren wollen hiermit unter dem Motto »Technik und Kunst zum Anfassen« einen Beitrag zur Nachwuchsförderung leisten.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Verleihung der beiden mit je 3000 Euro dotierten Innovationspreise Lasertechnik des Arbeitskreises Lasertechnik e. V. Es werden Innovationen in der Entwicklung von Lasersystemen und deren fertigungstechnischen Einsatz ausgezeichnet. Hierzu zählen Wissenschaftler aus Forschungszentren und Entwickler aus der Industrie, die eine herausragende wissenschaftliche und anwendungsbezogene Leistung erbracht, ein neues Anwendungsgebiet der Lasertechnik erschlossen oder besonders innovative Lösungen in der industriellen Praxis erarbeitet haben. »Wir werden Innovationen prämieren, die Forschung und Praxis miteinander verbinden, die neben ihrer wissenschaftlich-technischen Qualität auch Chancen auf Umsetzung in der Industrie haben oder vor kurzem erfolgreich in der Produktion eingesetzt wurden«, erklärt Prof. Dr. rer. nat. Reinhart Poprawe M.A., Leiter des Fraunhofer ILT und stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Lasertechnik e.V.

Der Innovationscharakter des AKL läßt sich aber nicht nur an den verliehenen Preisen ablesen, sondern durchzieht die gesamte Konferenz. Die Vortragsblöcke umfassen einerseits die anwendenden Branchen wie Automobilindustrie, metallverarbeitende Industrie, Werkzeug- und Formenbau, Elektrotechnik und Elektronik, Kunststoff- und Glasindustrie und andererseits die Fertigungsprozesse wie Trenn-, Füge-, Oberflächen- und Mikrotechnik. Das komplette Programm ist im Internet einsehbar unter www.ilt.fraunhofer.de/akl04.html.
 

Aachen, 2. März 2004
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